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Tag des sicheren Internet 2010 - Programm

4. Februar 2010, Heisenberg Gymnasium Leipzig

Stand 01. Februar 2010 (Änderungen vorbehalten!)
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Aula
Kurzvorträge
12.00-12.45 Begrüßung & Einführung
Prof. Angela Kolb, Justizministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Magdeburg
Dr. Heike Förster, Abteilungsleiterin des Jugendamtes der Stadt Leipzig
Ursula-Marlen Kruse, Medienrätin der Sächsischen Anstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Leipzig
Harald Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, Köln
Dr. Michael Busch, Generaldirektion Informationsgesellschaft der Europäischen Kommission, Luxemburg
Ralf Berger, Leiter der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig
Dr. Ulrich Stein, Schulleiter Heisenberg Gymnasium, Leipzig
Greta Palluch, Schülervertreter (Klasse 11), Heisenberg Gymnasium Leipzig
Frau Kurpat, Elternvertreter

Moderation: Prof. Wolfgang Kleinwächter, Mitglied des Vorstandes des Medienstadt Leipzig e.V.
12.45-13.30 Mittagspause
13.30-14.00 Kurzvortrag 1
In der „guten alten Zeit“ gab es eine klare Trennung von öffentlichen und privaten Räumen. Im Internet ist diese Grenze verschwunden. Gibt es überhaupt noch eine Privatsphäre, und wenn ja, wie kann ich meinen privaten Cyberraum schützen und meine persönliche Identität „managen“?

Jan Schallaböck, Landesdatenschutzbehörde Schleswig Holstein, Kiel
14.00-14.30 Kurzvortrag 2
Facebook, SchülerVZ, Twitter: Was vor fünf Jahren noch kaum einer kannte ist heute Alltag. Der Freundeskreis konstituiert sich im Internet und manche haben mittlerweile Tausende von Freunden. Was passiert in den sozialen Netzwerken wirklich? Was bieten sie und wo liegen die Risiken? >>>Präsentation

Philipp Buchholz, medienblau gGmbH für klicksafe.de, Leipzig
14.30-15.00 Kurzvortrag 3
Jeden Tag wird Google millionenfach angeklickt um zu suchen und zu finden. Und Google kommt mit mmer neuen Innovation und tollen Diensten. Aber was passiert mit den Daten die ich bei Google hinterlasse? Wer weiß alles noch, was ich suche? Kann mir meine Neugier zum Verhängnis werden?

Max Senges, Google Deutschland, Berlin
15.00-15.30 Kurzvortrag 4
Jeder, der im Internet unterwegs ist, benutzt ihn, die E-Mail Adresse mit dem Domainnamen. Viele haben mittlerweile ihre eigene Domain. Es ist schwierig geworden, unter der de. Top Level Domain noch einen guten Namen zu finden. Markeninhaber streiten um ihre Namensrechte. Wie aber funktioniert das Domain Name System? Und wird es bald ganz neue Domains geben wie .leipzig, .music oder .sports? >>>Präsentation

Prof. Wolfgang Kleinwächter, Medienstadt Leipzig e.V.
15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-16.30 Kurzvortrag 5
Bei jedem Login wird meine IP Adresse von meinem Serviceprovider, dem ISP, gespeichert. Die IP Adresse ist so etwas wie mein Autokennzeichen. Über die IP Adresse bin ich auch im grenzenlosen Cyberspace auffindbar. Wer aber verwaltet die Datenspur, die ich im Netz hinterlasse? Und wer hat Zugang zu diesen Daten? Die Musikindustrie? Die Strafverfolgungsbehörden? Wer noch? >>>Präsentation

Lutz Donnerhacke, Thüringen Netz e.V., Jena
16.30-17.00 Kurzvortrag 6
Mit dem Internetportal „spickmich.de“ haben Kölner Studenten für Furore gesorgt. Die Möglichkeit, dass Schüler ihren Lehrern Zensuren geben können, hat bundesweit für Aufsehen und sogar zu einem Gerichtsprozeß geführt. Wer hat sich das ausgedacht, wie funktioniert es und was wird getan um Missbrauch zu verhindern?

Philipp Weidenhiller, spickmich.de, Köln, „The original Story of Spickmich.de“. (per Video)
17.00-17.30 Kurzvortrag 7
Erniedrigende Videos auf Youtube, Schmähprofile im SchülerVZ, Beleidigungen per ICQ. Das Internet schafft durch seine Anonymität Raum für eine neue tiefgehende Form von geistiger Gewalt, dem Cybermobbing. Was ist hierunter genau zu verstehen, was macht es einzigartig und wie kann ich mich als Betroffener dagegen wehren?

Christian Opitz, Heisenberg Gymnasium Leipzig
17.30-18.00 Kurzvortrag 8
Computerspiele waren gestern, heute ist die „Gamer Community“ online. 2010 wird es zum zweiten Mal die Games Convention Online auf der Leipziger Messe geben. Was bietet die neue Generation von Online Spielen? Wo liegt die Faszination, und wo lauert das Risiko? >>>Präsentation

Frank Schumacher, Institut für Informatik der Universität Leipzig
18.00-19.00 Podiumsdiskusion
Freiheit oder Kontrolle? Wohin entwickelt sich das Internet
Hermann Winkler, Mitglied des Europäischen Parlaments,
Max Senges, Google Deutschland,
Annette Mühlberg, ver.di Berlin
Elisabeth Leyh, Schülervertreter (Klasse 12), Heisenberg Gymnasium, Leipzig
Sven Hansen, Lehrervertreter, Heisenberg Gymnasium Leipzig

Moderation: Prof. Wolfgang Kleinwächter, Medienstadt Leipzig e.V.
Raum 113
Präsentation
13.30-14.30 Präsentation 1
Zeitungsverlage und Rundfunkanstalten haben seit Jahren insbesondere bei jungen Leuten mit sinkenden Reichweiten und Einschaltquoten zu kämpfen. Das Internet ist für viele Heranwachsende zur ersten Informationsquelle geworden. Zeitungen und Fernsehen blieb nichts anderes übrig als sich den Weg ins Netz zu bahnen und neue interessante Anwendungen, auch und gerade für junge Leute, zu entwickeln. Die Online Dienste vom Mitteldeutschen Rundfunk und von der Leipziger Volkszeitung sind zwei Beispiele, wie „alte Medien“ mit dem neuen Medium Internet umgehen.

Georg Maas, Direktor von MDR Online
Holger Herzberg, Leiter von LVZ Online
Tobias Meier, Leipzig Fernsehen
14.30-15.30 Präsentation 2 (für Schüler von 9-14 Jahren)
Soziale Netzwerke und weitere Web 2.0-Angebote spielen eine zentrale Rolle in unserer alltäglichen Internetnutzung. Die eigene Neugier befriedigen, neue Kontakte knüpfen und sich den anderen präsentieren - ihre vielfältigen Möglichkeiten haben sie zu interessanten Fixpunkten des sozialen Austauschs gemacht. Gezielt baut man sich in ihnen eine „digitale Identität“ auf und variiert sie nach Belieben. Doch ein allzu leichtfertiger Umgang mit den eigenen Daten kann schnell zu Problemen hinsichtlich der Privatsphäre führen. Denn das Internet vergisst nie. Wie soll man damit umgehen? Die Demonstration soll Schüler sensibilisieren für die vielfältigen Chancen und Risiken von Web 2.0-Angeboten.

Christian Opitz, Heisenberg Gymnasium Leipzig
15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-18.00 Planspiel
Nahezu leichtfertig geben wir unsere persönlichen Daten im Netz weiter – sei es beim Online-Banking, beim Versenden von Mails oder bei Einkäufen im Internet. Die damit einhergehenden Risiken und Gefahren werden oftmals übersehen. Dass wir mit unserem digitalen Fingerabdruck aber auch ins Raster von Fahndern und Ermittlern kommen können, ist vielen nicht bewusst. Innerhalb des Planspiels sollen sich die Teilnehmer daher mit dem Thema Datenschutz im Internet auseinandersetzen. Dies wird spielerisch, handlungsorientiert und ganz ohne technische Hilfsmittel umgesetzt. Dabei schlüpfen die Teilnehmer in verschiedene Rollen und sollen am Ende, anhand von fiktiven, gesammelten Daten, gemeinsam verschiedene Fallaufgaben lösen.

Jan Steuernagel, Heisenberg Gymnasium Leipzig
Raum 115
Demonstration
13.30-14.30 Demonstration 1
Erst war es nur der Laptop, heute ist es das iPhone mit dem ich überall und zu jeder Zeit ins Netz gehen kann. Das Internet wird immer mobiler. Und immer neue Dienste werden über neue mobile Endgeräte angeboten. Wo wird die Entwicklung hingehen? Und wo liegen die Risiken eines mobilen Internet?

Marcel Neuber, Koch Kommunikation, Leipzig
14.30-15.30 Demonstration 2
Jeder Internetnutzer gibt täglich Dutzende von teils sehr privaten Informationen preis. Es sind nicht nur die persönlichen Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer oder die bevorzugte Musikrichtung, das Lieblingsbuch oder die Reisepläne, es sind auch die IP Nummer, die Suchbegriffe und die besuchten Webseiten die Auskunft geben können über mich. Wie kann ich die Kontrolle über meine Daten erhalten? Was ist die richtige Strategie für ein Identitätsmanagement im Internet?

Jan Schallaböck, Landesdatenschutzbehörde Schleswig Holstein, Kiel
15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-17.00 Demonstration 3
Wer etwas wissen will geht heute zu einer Suchmaschine im Internet. Ein Klick und man hat Dutzende, Hunderte ja Tausende Links um das zu finden was man sucht. Erst gab es Lycos und Yahoo, dann kam Google, jetzt versucht Bing auf dem ungebremst weiter wachsenden Markt der Suchmaschinen Dienste anzubieten. Was ist die richtige Suchstrategie um auch das zu finden, was ich wirklich haben will? Wo sind die versteckten Fallen?

Max Senges, Google Deutschland, Berlin
17.00-18.00 Demonstration 4
Kaum war Anfang der 90er Jahre das World Wide Web erfunden kamen pfiffige Leute auf die Idee, die Möglichkeiten des Netzes für den Aufbau erster Kauf- und Verkaufsplattformen zu nutzen. Jeff Bezos startete Amazon.com 1994, eBay wurde 1995 gegründet. 15 Jahre später ist das Internet die größte Shoppingmall der Welt. Aber wie kaufe ich richtig und sicher im Internet ein? Was muss ich beachten? Was steht im „Kleingedruckten“?

Friederike Wagner, Vebraucherzentrale Leipzig
Raum 208
Kurzvorträge (Lehrer & Eltern)
13.30-14.00 Kurzvortrag 1
Schon 1999 hat die Europäische Union den „Safer Internet Action Plan“ (SIAP), ein Programm für ein sicheres Internet, verabschiedet. Kernelemente dieses Programms sind Aktionen zur Schaffung eines größeren öffentlichen Bewusstseins für die Risiken des Netzes, Hot- und Helplines, Filtertechnologie, verbesserter Jugendschutz – insbesondere mit Blick auf die neuen sozialen Netzwerke und die mobile Kommunikation - und eine Anpassung der Gesetzgebung in den 27 EU- Mitgliedstaaten. Für den Zeitraum von 2009 bis 2013 stellt die EU 55 Millionen € zur Verfügung um das Internet sicherer zu machen. >>>Präsentation

Dr. Michael Busch, Generaldirektion Informationsgesellschaft der Europäischen Kommission, Luxemburg
14.00-14.30 Kurzvortrag 2
klicksafe ist der deutsche Partner des EU-Programms für das sichere Internet. klicksafe wird gemeinsam von den Landesmedienanstalten von Rheinland-Pfalz (LMK) und Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt. Dem deutschen Safer Internet Centre gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer an. Wie kann geholfen werden, wenn etwas passiert ist? Und vor allem, wie kann dem vorgebeugt werden, damit Schaden vermieden wird? >>>Präsentation

Jörg Horchheimer, Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen
Rebecca Maier, Nummer gegen Kummer e.V., Wuppertal
14.30-15.00 Kurzvortrag 3
In Deutschland tragen die Landesmedienanstalten ein Großteil der Verantwortung für Jugendschutz im Internet. Es gibt zahlreiche medienpädagogische Programme zur Stärkung der Medienkompetenz die zunehmend auch das Internet einbeziehen. Welche Projekte sind auf der Agenda der Landesmedienanstalten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen?

Kersten Ihne, Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien
Matthias Schmidt, Medienanstalt Sachsen-Anhalt
Angelika Heyen, Thüringer Landesmedienanstalt
15.00-15.30 Kurzvortrag 4
Wenn Jugendschutz im Internet konkret wird geht es häufig vor allem um die Identifizierung von Websites, die als rechtswidrig eingestuft werden wie Kinderpornographie oder Rechtsradikalismus. Meist sind die Gesetze schon da, um gegen die Verbreiter solche Websites in Deutschland vorzugehen. Löschen ist da allemal besser als Sperren. Schwieriger wird es aber wenn die Anbieter von rechtswidrigen Inhalten im Ausland sitzen. Wie kann effektiver Jugendschutz in der Praxis aussehen?

Cosima Stracke-Nawka, Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Leipzig
15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-16.30 Kurzvortrag 5
Das Thema Internet im Kontext von Schule ist keinesfalls Gegenstand allein des Informatiklehrers. Pädagogen aller Fächer können und sollten zum ´richtigen´ Umgang mit dem Internet beitragen. Wie lässt sich dies umsetzen? Welche Anknüpfungspunkte liefert diesbezüglich der Lehrplan? Und wie - da es doch für ´Internetkompetenz´ keine Note gibt - lässt sich die Leistung eines Schüler in diesem Bereich sichtbar machen? >>>Präsentation

Thomas Brenner, Sächsisches Bildungsinstitut, Dresden
16.30-17.00 Kurzvortrag 6
Es gibt nicht nur Killerspiele im Internet. Viele Online Spiele haben das Potential gesundes und selbstbewußtes Sozialverhalten zu entwickeln, Bildung zu stärken und Horizonte zu erweitern. Was sollten Eltern über Computerspiele wissen und was sind pädagogisch wertvolle Online Spiele? >>>Präsentation

Dr. Herbert Grunau, Medienstadt Leipzig e.V.
17.00-17.30 Kurzvortrag 7
Wird der Teenager, der stundenlang vorm Computer sitzt, einsam, unfähig für soziale Kontakte und am Ende auch noch krank? Oder ist das Gegenteil der Fall? Fördert das Internet soziale Kontakte, Kommunikationsfähigkeit und stärkt ein gesundes Selbstbewusstsein? Kann das Internet süchtig machen? Und wenn ja, was ist Sucht überhaupt und was kann man dagegen unternehmen? Wie kann man Gefahren in Chancen umwandeln? >>>Präsentation

Dr. med. Christian Michalski, Facharzt f. Neurologie
17.30-18.00 Kurzvortrag 8
Was kann man gegen als illegal oder gefährlich eingestufte Inhalte im Internet tun? Wie funktionieren die Hotlines und Helplines die von der Europäischen Kommission gefördert werden? Und was kann Filtertechnologie leisten? Wie können Eltern ihre Kinder besser vor kriminellen Webseiten schützen und wie installiere ich Filtersoftware? >>>Präsentation

Sandra Hoferichter, Medienstadt Leipzig e.V.
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